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(Verschoben auf nächstes Jahr!) Vortrag: Maos langer Schatten. Chinas Umgang mit der Vergangenheit

24. Nov. 2021, 18:30 Uhr

Ort: Historisches Kaufhaus (Münsterplatz) |

Verschoben auf nächstes Jahr!

Die Kommunistische Partei Chinas sah sich nach dem Tod Mao Zedongs im Jahr 1976 mit der Frage konfrontiert: Wie kann sich eine Diktatur mit dem Erbe von Unrecht und Staatsverbrechen auseinandersetzen, die unter ihrer Herrschaft begangen wurde?

Die Massenkampagnen des "Großen Vorsitzenden" hatten horrende Opferzahlen gefordert und die Volksrepublik China an den Rand eines Bürgerkriegs geführt. Unter seinen Nachfolgern begann ein großangelegtes Experiment historischer Krisenbewältigung. Millionen politisch Verfolgte wurden rehabilitiert, Entschädigungszahlungen geleistet und Täter vor Gericht gestellt, allen voran die "Viererbande" um Maos Frau Jiang Qing. Das Ziel bestand darin, einen Schlussstrich unter die Geschichte zu ziehen und alle Energien auf die wirtschaftliche Reformpolitik zu lenken. Aber die Schatten der Vergangenheit ließen sich nicht so einfach bannen.

Dr. Daniel Leese studierte Neuere und Neueste Geschichte, Sinologie und Volkswirtschaft in Marburg,
Peking und München. Seit 2015 ist er Professor für Sinologie mit dem Schwerpunkt "Geschichte und
Politik des Modernen China" an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Seine Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der chinesischen Geschichte und Politik seit der Qing-Dynastie, derzeit insbesondere auf der Geschichte des 20. Jahrhunderts, der Geschichte der Kommunistischen Partei sowie des chinesischen Rechtssystems.

„Maos langer Schatten“ ist von der International Convention of Asia Scholars (ICAS) mit dem Preis für das beste asienwissenschaftliche Buch in deutscher Sprache ausgezeichnet worden und wurde für den Deutschen Sachbuchpreis 2021 nominiert.

Veranstalter in Kooperation: China Forum Freiburg, Colloquium politicum der Universität Freiburg und Konfuzius-Institut

(Stand: 26.11.2021)