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China 360°: China und Goethes "Weltliteratur"


Ort: Universität Freiburg KG I, Hörsaal 1098 | Platz der Universität 3

Von Prof. Dr. Dr. h.c. Heinrich Detering (Universität Göttingen) in der Reihe "China 360°"

Goethes Proklamation einer anbrechenden "Weltliteratur" im Jahr 1827 steht im Zeichen Chinas. Aus literarischen Begegnungen mit der Fremdheit dieser Kultur unternimmt er erste Versuche einer eigenen dichterischen Anverwandlung. Bereits vor den "Chinesisch-deutschen Jahres- und Tageszeiten", seinem letzten großen Zyklus, entsteht so ein erster und kleinerer Zyklus von fünf Gedichten über die höfisch-aristokratische Ordnung und Liebe im chinesischen Kaiserhof und Garten der Mandarine. Heinrich Detering und Yuan Tan machen die verschlungenen Wege sichtbar, auf denen Bilder und Verse der chinesischen Mandarine von Peking nach Weimar gelangten, und schildern, wie der alte Goethe in chinesisch-europäischen Rollenspielen noch einmal aufbricht in literarisches Neuland.

Prof. Dr. Dr. h.c. Heinrich Detering lehrt deutsche und vergleichende Literaturwissenschaft an der Universität Göttingen und doziert als Gastprofessor und Poetikdozent in aller Welt. Darüber hinaus publizierte er verschiedene literaturwissenschaftliche Bücher, Aufsätze sowie Gedichtbände und Essays und erhielt zahlreiche wissenschaftliche und literarische Auszeichnungen.

Prof. Dr. Yuan Tan, lehrt deutsche Literaturwissenschaft und Übersetzungswissenschaft an der Huazhong University of Science and Technology (China) und leitete mehrere Forschungsprojekte in China und Deutschland, dazu gehört auch sein Göttinger Projekt "Das Chinabild in der deutschen Literatur des 21. Jahrhunderts".

Mit einer Einführung durch Herrn Prof. Dr. Achim Aurnhammer (Institut für Neuere Deutsche Literatur Freiburg)

Weitere Termine in der Reihe "China 360°": 17.07. Die Auswirkungen globaler Machtverschiebungen in Ostasien